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K. Müllner e.U. - Inh. Elisabeth Schirnhofer
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KiwiÜbersicht Exotische FrüchteProduktindex

Kiwi
Actinidia deliciosa
Synonym: Chinesische Stachelbeere

Allgemeines

Die zur Familie der Strahlengriffelgewächse (Actinidiaceae) gehörenden Kiwi ist auf Unterstützungen - ähnlich den Weinreben - kultivierte holzige Liane mit 15 - 25 cm großen, ovalen oder kreisförmigen, lederartig aussehenden Blättern die an der Oberseite glatt und dunkelgrün, an der Unterseite weißlich behaart sind. Die 2 - 5 cm großen, weißen oder cremefarbenen Blüten erscheinen zwischen Mai und Juni in den Blattachseln.

Die Frucht ist oval bis walzenförmig, 5 bis 10 cm lang, 3 - 6 cm dick und trägt auf ihrer zuerst grünen, mit zunehmender Reife braunen Schale dichte, steife, braune Flaumhärchen. Das Fruchtfleisch ist von der weißen Mitte aus mit dünnen weißen Strahlen unterteilt und leuchtend grün gefärbt, seltener gelb, bräunlich oder elfenbeinfarben. Die winzig kleinen, purpurroten oder fast schwarzen Samen bemerkt man beim Essen nicht. Der Geschmack ist süß bei einem angenehmen Säureanteil und erinnert ein wenig an Stachelbeeren und Erdbeeren.


Ursprung und Geschichte

Kiwi stammen ursprünglich aus dem Gebiet des Yang-Tse Flusses im Nordosten Chinas und wachsen in den dortigen Wäldern als kräftige, holzige Liane oder kletternder Strauch. Die ersten Samen wurden um 1900 von Missionaren als Chinesische Stachelbeere nach Neuseeland gebracht, wo das Potential dieser Frucht richtig erkannt wurde und sie auf der nördlichen Insel bald eine populäre Gartenpflanze wurde. Etwa 1960 begannen die neuseeländischen Produzenten die jetzt wegen ihrer äußerlichen Ähnlichkeit zu dem populären Vogel als Kiwi benannten Früchte weltweit zu vermarkten. Seit etwa 1980 gibt es auch außerhalb Neuseelands eine nennenswerte Kiwi-Produktion.


Herkunft und Verfügbarkeit

 JanFebMarAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Inland
EuropaKiwiKiwiKiwiKiwiKiwiKiwiKiwiKiwiKiwi
ÜberseeKiwiKiwiKiwiKiwiKiwiKiwiKiwiKiwi

Kiwi werden das ganze Jahr über angeboten: Die Saison für Kiwi aus der südlichen Hemisphäre beginnt im April mit den ersten Lieferungen aus Chile, wird ab Juni mit Angeboten aus Neuseeland ergänzt und dauert bis in den November. Die europäische Saison beginnt im Oktober und geht bis etwa Ende Mai mit Lieferungen hauptsächlich aus Italien, Griechenland und Frankreich.


Handelsnormen

Quelle: HTML EU-Verordnung 410/1990 zur Festsetzung der Qualitätsnormen für Kiwi

Kiwi werden in drei Handelsklassen eingeteilt: Klasse Extra mit Früchten höchster Qualität, Klasse I mit Früchten guter Qualität die leichte Form- und Farbfehler sowie eine kleine Hayward-Naht aufweisen dürfen und Klasse II.

Die Größensortierung erfolgt nach dem Gewicht: Das Mindestgewicht beträgt 90 g in der Klasse Extra, 70 g in der Klasse I und 65 g in der Klasse II. Außerdem müssen die Früchte auf 15 g bei einem Gewicht weniger als 85 g, auf 20 g bei einem Gewicht zwischen 85 g und 120 g sowie auf 30 g bei einem Gewicht von mehr als 120 g sortiert sein.


Inhaltsstoffe

100 g Kiwi weisen einen Brennwert von etwa 255 kJoule auf und enthalten etwa 79 g Wasser, 1 g Eiweiß, 0,4 g Fett, 14,9 g Kohlenhydrate und 3,4 g Ballaststoffe. An Mineralien und Vitaminen sind etwa 26 mg Kalzium, 0,4 mg Eisen, 5 mg Natrium, 17,5 RE Vitamin A und 98(!) mg Vitamin C enthalten.

Die Kiwifrucht hat einige einzigartige Eigenschaften: sie ist zweimal so reich an Vitamin C wie eine Orange, hat einen sehr hoben Gehalt an Vitamin E (doppelt so viel wie eine Avocado), hat sehr viel Pottasche (Kalium) und andere Mineralien sowie einen beträchtlichen Anteil an Ballaststoffen. Und das alles bei einem charakteristischen, vorzüglichen Geschmack und einer kennzeichnenden, dekorativen Farbe.


Arten und Sorten

Die wichtigste und bekannteste Sorte ist Hayward, die eine etwas größere Frucht, ein besseres Aussehen und ein überlegenes Aroma aufweist. Die ersten Exporte waren zwar andere Sorten, jedoch bevorzugten die Konsumenten in Europa und Übersee die Sorte Hayward so stark, dass zwischen 1965 und 1975 nur diese Sorte exportiert werden durfte. Dazu dürfte aber auch die bemerkenswerte gute Lagerfähigkeit beigetragen haben, die für den langen Seeweg eine wichtigere Rolle spielte als die eigentlich nicht so überzeugenden Eigenschaften dieser Sorte in der Produktion. Auch die ersten kommerziellen Pflanzungen in Europa und den USA sind von Hayward ausgegangen. Damit hat diese Sorte eine weltweit im Fruchthandel mit 95% eine wohl einmalig dominierend Position erhalten.


Zubereitung und Tipps

Kiwi werden normalerweise frisch verzehrt indem man sie in der Mitte quer auseinanderschneidet und auslöffelt. Man gibt sie aber auch in Müsli und Joghurt, verwendet sie für Bowle und Fruchtsalat sowie zur Zubereitung von süß-sauren Saucen, die zu Fleisch- Geflügel- und Fischgerichten gereicht werden. Jedoch sollten Kiwi nicht mit Milchprodukten vermischt werden, weil ihr eiweißspaltendes Enzym Actinidin diese bitter werden lässt.


Zahlen und Fakten

Kiwiproduktion und die wichtigsten Anbauländer (Quelle: FAO, Mengen in 1.000 kg)

Land198019902000
Italien
Neuseeland
Chile
Frankreich
Griechenland
Japan
USA
Spanien
Südkorea
Iran
0
17.965
0
3.800
42
0
4.800
0
0
0
321.890
280.000
37.300
54.380
25.168
69.100
35.380
6.000
5.460
1
359.900
254.000
115.500
77.102
52.000
37.000
30.844
14.000
13.825
10.000
Globale Gesamtproduktion26.687842.678978.948

Suchbegriffe: Müllner K.Müllner Obst Gemüse Großhandel Zustellung Zustelldienst Wien Kiwi Kiwifrucht Chinesische Stachelbeere

Created by: Fruitline | Mail an Autor: Alois Ulz | © 2001 - 2010 by: K. Müllner - Inh. Elisabeth Schirnhofer
URI [http://www.obst-gemuese.at/product/pages/kiwi]